
EZB erhöht Leitzins – Auswirkungen auf den Immobilienmarkt
Eine ganz große Überraschung war sie nicht, dennoch wird die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) die Märkte natürlich beeinflussen. Am Donnerstag hat der Rat der EZB entschieden, den Leitzins (Hauptrefinanzierungssatz) um 25 Basispunkte auf nun 2,4 Prozent anzuheben. Grund dafür: Die Inflationsrate in der Eurozone lag im Mai bei 3,2 Prozent und damit deutlich über dem von der EZB angestrebten Ziel von zwei Prozent. Es ist die erste Leitzinserhöhung seit September 2023.
Für den Immobilienmarkt sind höhere Zinsen für gewöhnlich eher schlecht. Schließlich steigen so auch die Bauzinsen, Kredite werden teuer, das dämpft die Nachfrage. Wie stark sich der nun höhere Leitzins tatsächlich auf die Bauzinsen auswirkt, bleibt abzuwarten. Ein Teil der Zinserhöhung gilt bereits als eingepreist. Klar ist aber auch: Die Zeit billiger Kredite ist längst vorbei, für Baufinanzierungen werden heute meist vier Prozent oder mehr an Zinsen fällig.
Wie es weitergeht, entscheidet sich nicht zuletzt in der Straße von Hormus. Schließlich sind der anhaltende Krieg im Iran und der damit einhergehende Anstieg der Energiepreise der Hauptgrund für die Inflation im Euroraum, die die EZB schließlich zur Zinserhöhung bewogen hat.






